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Anwendung
 

 
Verwendung von Uncaria tomentosa (Willd.) DC.
in der traditionellen Medizin Südamerikas




Aus der "Inca-Chronik"
von "Poma de Ayala"
(17. Jhd.n.Chr.)

Ausgewählte Pflanzen von Uncaria tomentosa (Willd.) DC. werden von hochrangigen Heilern der Asháninka-Indianer, einem Volk im zentralperuanischen Regenwald von Peru, traditionell als Arzneipflanzen genützt. Sie finden bis heute ihren Einsatz in der Behandlung von Erkrankungen, welche mit Störungen des Immunsystems einhergehen. Insbesondere zählen hierzu Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, virale und bakterielle Infektionen sowie Tumor- und allergische Erkrankungen. (1, 2)

 

Der westlichen Medizin blieb die Pflanze bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhundert unbekannt. Neueste ethnomedizinische Untersuchungen geben hierfür eine Erklärung:

 

Aufgrund der Unterschiede in Weltbild und Glaubensfragen stieß das Wissen der eingeborenen Völker der neuen Welt bei den christlichen Eroberern und Missionaren auf Unverständnis und Fehlinterpretation. Noch heute zeugen teufelähnliche Abbildungen aus der Zeit der Conquista von der als "dämonische Bedrohung" empfundenen Macht der Heiler im Inkareich. Die Folge waren Ablehnung des Wissens und grausame Verfolgung jener Eingeborenen, die versuchten, ihr Wissen mit den Eroberern zu teilen. (3)

 

 


Von der Pflanze zum Arzneimittel


Gegen Mitte der 70er Jahre begann der Österreicher Klaus Keplinger mit umfassenden Untersuchungen über das traditionelle Medizinsystem der Asháninka-Indianer Perus und deren Arzneipflanzen. Zu diesem Zeitpunkt war Uncaria tomentosa (Willd.) DC. der westlichen Medizin noch völlig unbekannt.

 

Das von ihm gegründete Unternehmen IMMODAL Pharmaka GmbH führte seine Arbeiten fort. In Zusammenarbeit mit der Universität Graz, München, Wien und Innsbruck unterzogen Keplinger und IMMODAL Pharmaka GmbH die Pflanze Uncaria tomentosa (Willd.) DC. umfangreichen botanischen, pharmakognostischen, präklinischen und klinischen Prüfungen.

 

Die überzeugend positiven Forschungsergebnisse führten schließlich zur Entwicklung patentierter, auf den Gehalt an POA standardisierter und auf Abwesenheit von TOA geprüfter Extrakte aus der Wurzel dieser Pflanze und zur Zulassung eines Arzneimittels zur Zusatzbehandlung zu einer Basistherapie und im Bedarfsfall einer Schmerztherapie bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (Wirkstoff: Extractum Radicis Uncariae tomentosae (Willd.) DC. mod. pent. titratum).

 

 


Wissenschaftliche Literatur:


Diese und weitere Veröffentlichungen finden Sie in unserer Literaturdatenbank.



(1) 

Cabieses F.. La Uña de Gato y su entorno. Vía Láctea, Lima Peru (1994) 

(2)  

Obregon Vilches L.E. Uña de gato, genero Uncaria . Estudios botanicos quimicos y farmacologicos de Uncaria tomentosa. Uncaria guianensis. InstFitoAm (1994) 

(3)  

Reinhard K.H. Uncaria tomentosa (Willd.) DC.: Cat’s Claw, Uña de Gato, or Savéntaro. Journal of Alternative and Complementary Medicine 5 (1999) 143-151 

 

 



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